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Neuraltherapie

In der ambulanten wie auch in der stationären Frauenheilkunde und Geburtshilfe gehören  Schmerzen in einem hohen Prozentsatz  zu den beklagten Beschwerden, gefolgt von rein funktionellen und Befindungsstörungen.

Für die Neuraltherapie als einem wesentlichen Bestandteil der Reflex- und Regulationsmedizin gibt es deshalb auch in diesem Fachgebiet ein breites Indikationsspektrum.

Bei der Neuraltherapie nach seinem Entdecker HUNEKE wird ein örtliches Betäubungsmittel (ein sogenanntes Lokal-Anästhetikum wie Procain) zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken an bestimmte Stellen des Körpers gespritzt. Bei den Injektionen in die Haut (z.B. durch Quaddelung) werden über Reflexzonen (die sog. Head'schen Zonen) gestörte Funktionen positiv beeinflußt, z.B. bei Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Die Injektionen bei Störfeldern erfolgt in die Umgebung des als ein solches erkanntes Störfeld. Zum Störfeld kann grundsätzlich jede Stelle des Körpers werden. 

Schwerpunktmäßig kommen als Störfelder in Frage: 

  • die Organe des Nasen/Rachenraums (Mandeln, Zähne) 
  • störaktive Narben 
  • die Unterleibsorgane bei Mann und Frau 
  • die Wirbelsäule. 

Indikationen

Abgeleitet aus der Vielfalt der Wirkmechanismen von lokal wirksamen Betäubungsmitteln im therapeutischen Bereich ergeben sich  vier Hauptindikationen für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

  • Störungen der Schmerzempfindung, Schmerzen und Befindungsstörungen als Folge von Entzündungsprozessen z.B. eine Brustentzündung während des Stillens, Entzündungen an den Eierstöcken.
  • Fehlfunktionen des Stütz- und Bewegungsapparates, Koliken und Spasmen innerer Organe z.B. Nieren- und Magenschmerzen, Schmerzen in den Brüsten, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
  • Störungen der Körperflüssigkeiten, Störungen der Nervenleitbahnen und der hormonellen Prozesse  z.B. Blutungsstörungen, Übelkeit in der Schwangerschaft, drohende Fehlgeburt.
  • Gestörte Gewichtsentwicklung , Kalkabbau der Knochen, Labilisierung immunologischer Regelkreise.
Ein Beispiel: 

Chronisch entzündete Mandeln können als Störfeld bei verschiedenen Menschen ganz unterschiedliche Krankheiten auslösen, wie z.B. bei einen Patienten ein Gelenkrheuma, beim anderen einen Grünen Star oder ein Bandscheibenleiden. 

Die Störfelder werden durch eine sorgfältige Voruntersuchung erkannt. Durch eine Injektion kann eine schlagartige Beseitigung der Beschwerden eintreten, man spricht in diesem Fall von dem Sekundenphänomen. Nebenwirkungen bei diesem Therapieverfahren sind selten, da einer möglichen Procain-Allergie durch eine vor der Behandlung durchgeführten Testinjektion vorgebeugt wird. Auch die Schwangerschaft ist keine Kontraindikation (das Procain wird vollständig vom mütterlichen Organismus abgebaut). 

Zusammenfassend ist also die Neuraltherapie bei folgenden Indikationen das Mittel der Wahl: 

  • Lokale Schmerzzustände.
  • Alle herd- und störfeldbedingten chronischen Erkrankungen.
  • Über den Nervenreflexweg beeinflußbare Funktionsstörungen.

 


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