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Verhütungsmittelberatung: 
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Natürliche Maßnahmen 

Um das Prinzip der natürlichen Verhütungsmaßnahmen verstehen zu können, muss man zunächst ein paar Zusammenhänge des weiblichen Monatszyklusses kennen.
  
In einem normalen Zyklus gibt es Tage, an denen eine Frau wahrscheinlich unfruchtbar, solche an denen sie sicher unfruchtbar und solche, an denen sie empfängnisbereit ist. Man beginnt die Zyklustage am ersten Tag der Regel zu zählen ( 1. Zyklustag). Bei einem normalen 28-Tages-Zyklus hat die Frau am 14. Tag ihren Eisprung. An den Tagen um den Eisprung herum ist die Frau empfängnisbereit. Da das männliche Spermium bis zu mehreren Tagen befruchtungsfähig bleiben kann, beginnt die fruchtbare Zeit der Frau bereits 4-5 Tage vor dem Eisprung am 9. Zyklustag. Das weibliche Ei hat eine Überlebensdauer von ca. 12-24 Stunden. Daher bleibt die Frau auch nach dem Eisprung noch 1-2 Tage empfängnisbereit.

Basaltemperaturmethode:
  
Wann der Eisprung stattfindet, kann man feststellen, indem man die sog. Basaltemperatur misst. Diese ist hormonabhängig und ändert sich nach dem Eisprung.
  
Dazu misst man täglich morgens vor dem Aufstehen zur gleichen Zeit nach einer mindesten 6-stündigen Schlafphase die Körpertemperatur unter der Zunge oder im After. Diese liegt bis zum Eisprung normalerweise zwischen 36,5° C und 37,0°C. Sobald die Temperatur ca. am 14.-15. Zyklustag angestiegen ist, beginnt die sicher unfruchtbare Zyklusphase.
  
Dies gilt selbstverständlich nicht bei Temperaturerhöhungen anderer Ursache wie z.B. Infektionskrankheiten, Alkoholgenuss usw..
  
Die ersten 9 Zyklustage sind wahrscheinlich unfruchtbar.
  
Diese Methode setzt einen regelmäßigen Zyklus voraus, am besten einen 28-Tages-Zyklus. Ist der regelmäßige Zyklus länger oder kürzer (z.B. bei einem 26- oder 30-Tageszyklus) verlängert oder verkürzt sich die Zeit bis zum Eisprung entsprechend ( z.B. bei einem 26-Tages-Zyklus beginnt die fruchtbare Zeit am 7. Tag und der Eisprung findet am 12. Tag statt.). Die Zeit nach dem Eisprung bis zur nächsten Blutung ( Corpus-luteum-phase) ist immer gleich lang, nämlich 14 Tage.
  
Der Pearl-Index der Temperaturmethode liegt bei 1-2 bei konsequenter Anwendung.
  
Die Abbildung zeigt, wie die normale Basaltemperaturkurve
  aussieht.

Zeitwahl-Methode nach Knaus-Ogino:
  
Bei der Zeitwahlmethode nach Knaus-Ogino beschränkt man den sexuellen Verkehr auf die unfruchtbaren Tage. Auch das setzt einen stabilen Zyklus von 28 Tagen voraus. Dabei geht man davon aus, dass nur zwischen dem 9. und dem 17. Zyklustag mit einer Empfängnis zu rechnen ist. Die Tage davor und danach gelten als unfruchtbar.
  
Der Pearl-Index bei alleiniger Anwendung dieser Methode liegt bei 14-35.

Billings-Methode:

Der Billings-Methode liegt das Prinzip der Selbstbeobachtung mit Beobachtung des Zervikalschleimes zugrunde. Der Zervikalschleim verändert sich unter hormonellem Einfluss vor dem Eisprung: Der Schleim wird mehr, ist wässriger, klarer und spinnbarer. In dieser Zeit ist sexuelle Abstinenz geboten.
  
Der Pearl-Index dieser Methode liegt bei ca. 15.
  
Es besteht natürlich die Möglichkeit, diese Methoden zu kombinieren, womit sich die Zuverlässigkeit deutlich erhöht. Wenn man z.B. nach Verschwinden des spinnbaren Zervikalschleimes an 3 aufeinanderfolgenden Tagen erhöhte Basaltemperaturwerte misst, kann man von einer sicher unfruchtbaren Zyklusphase ausgehen. In Kombination sind diese Methoden sehr zuverlässig. Der Pearl-Index beträgt dann ca. 1.
  
Außer den natürlichen Verhütungsmethoden gibt es noch viele weitere Möglichkeiten , eine Schwangerschaft zu verhindern und trotzdem sexuell aktiv zu sein.

 


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